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Hausen ist eine familienfreundliche Gemeinde 

Wie kann eine Gemeinde nachhaltig familienfreundlich werden und welche konkreten Praxisbeispiele haben sich bewährt?“ - Mit diesem Thema befassten sich etwa 20 Interessierte im Rahmen des Seminares „Die familienfreundliche Gemeinde“, das der Ortsverband „Freie Wähler der Gemeinde Hausen“ kürzlich im Gasthof Prüglmeier organisiert hatte.

 

 

Erster Vorsitzender Wolfgang Wurmer freute sich sehr über den guten Zuspruch aus der Gemeinde sowie aus anderen Landkreis-Orten und begrüßte unter anderen ganz herzlich den 1. und 2.Bürgermeister Erwin Ranftl und Rudolf Dürmayer, den Altbürgermeister der Gemeinde Hausen Alfons Haumer, sowie den 1.Bürgermeister aus Ihrlersein Josef Häckl und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Kelheim Gabi Schmid.

In der vom Freistaat Bayern geförderten Veranstaltung des Bildungswerks für Kommunalpolitik Bayern e.V. drehte sich alles um die Möglichkeiten, wie eine Kommune Schritt für Schritt familienfreundlicher werden kann.

Referent Jürgen Ziegler, Diplom Sozialpädagoge aus Kulmbach, brachte viele Ideen mit, wie die Kommunen bei veränderten Bedürfnissen der Familien, sich wandelnden gesellschaftlichen Strukturen und einer extrem schnelllebigen Zeit vieles familienfreundlich gestalten können. Mit etwas Kreativität müsse dies auch nicht immer kostenintensiv sein. Die Gemeinden sollten Familien deutlich machen, dass sie mit allen Generationen willkommen sind.

Schnell wurde klar, dass in der Gemeinde Hausen zahlreiche Schritte schon gegangen wurden: Beispielsweise bei der Kinderbetreuung. Hier steht unter anderem eine zertifizierte Kneipp-Kindertagesstätte und eine hervorragend ausgestattete Grundschule mit Nachmittagsbetreuung jungen Familien zur Verfügung und das bei äußerst moderaten Beiträgen. Eine Infrastruktur mit guter Nahversorgung, lebendigen Vereinen und Dorfgemeinschaften, Möglichkeiten zum Treff für die Jugend und die Senioren werden ebenfalls unterhalten. Innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft können weitere Angebote genutzt werden, ob zu Einkauf, Freizeit oder Arztbesuch. So verkehrt in der VG zudem einmal wöchentlich ein kostenloser Fahrservice, der wenig Mobile aus den verschiedenen VG-Orten nach Langquaid und zurück bringt. Das dort beheimatete Mehrgenerationenhaus bietet Informations-, Beratungs- und Freizeitangebote für alle Generationen. Dort hat auch eine rührige Nachbarschaftshilfe ihren Sitz.

Der Vorschlag, alle Bürgergenerationen zu befragen und an Entscheidungen zu beteiligen, ist ebenfalls längst umgesetzt. Beispielsweise wurde zuletzt in Großmuß im Rahmen der Planungen zur Dorferneuerung ein eigener Workshop für Kinder und Jugendliche einberufen.

Zu verbessern gelte es noch weiter den Öffentlichen Personennahverkehr, waren sich Bürgermeister Erwin Ranftl und seine Gemeinderatsfraktion völlig einig, Verschiede Modelle wurden diskutiert. „Wir wollen schließlich weiter ganz vorne sein“, so Ranftl.

 

 

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Bericht zur Jahres-Hauptversammlung 2017

 

Freie Wähler kämpfen für Stärkung des ländlichen Raums
FW-Ortsverein Hausen wählt einstimmig Wolfgang Wurmer zum Vorsitzenden

 

Besser kann die nach obenJahres-Hauptversammlung eines politischen Ortsvereines kaum laufen, als das jüngste Treffen der Freien Wähler der Gemeinde Hausen. In der mit Mitgliedern und interessierten Bürgern gut besetzten Gaststube des Gasthofs Prüglmeier zeigten Landes- und Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger als Gastredner sowie die örtlichen Akteure viel Profil und Diskussionskultur. Zentrales Thema war die Stärkung des ländlichen Raumes.

 

Geradezu leidenschaftlich plädierte Aiwanger für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur in ländlichen Gebieten. Glasfaser in jedes Haus ermögliche modernes Arbeiten auch außerhalb der großen Zentren. Wohnortnahe Schulen, Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, Abschaffung bürokratischer Schikanen, Stärkung des Mittelstandes, eine bessere Lehrer-/Hausarzt-und Hebammenversorgung, eine Staatsförderung der Kinderkrippen und Kindergärten, eine bessere finanzielle Ausstattung der Gemeinden, ein höherer Zuschuss zu Hochwasser-Abwehrmaßnahmen seien weitere wichtige Freie Wähler-Anliegen, so Aiwanger.  Ebenso sprach er sich gegen Stromtrassen und für eine regionale Energiewende aus. „Wir müssen alles tun, damit das Leben auf dem Land attraktiv bleibt und wieder wird“. Bei der Bildungspolitik waren die Freien Wähler die treibende Kraft für die Rückkehr zum G9 und für die Abschaffung der Studiengebühren, stellte er heraus.

 

Aiwanger hatte viel zu sagen und er hörte auch ausgiebig den Hausenern zu. Weit über zwei Stunden weilte Aiwanger in Hausen und nahm so manche Wünsche mit, beispielsweise die Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs. Zur Straßenausbau-Beitragssatzung gefragt, plädierte er klar gegen einen Zwang. Als Motivation für die Bundestagskandidatur nannte er, dass es wichtig sei, auch in Berlin ein Wort für die ländlichen Gebiete einzulegen.

 

Auch das Lokale kam in der Hausener Jahres-Hauptversammlung nicht zu kurz. Bürgermeister Erwin Ranftl informierte, dass durch den Wegzug von Oliver Fischer die Neuwahl des ersten Vorsitzenden erforderlich sei. Einhellig bestellten die Freien Wähler Wolfgang Wurmer zum neuen Vorstand. Ranftls großer Dank galt auch Rudolf Dürmayer, der als Vize interimsweise nahtlos die Amtsgeschäfte übernommen habe und auch als Bürgermeister immer ein zuverlässiger Stellvertreter sei.

 

Dürmayer und Schriftführerin Brigitte Kempny-Graf berichteten zu den zahlreichen Aktivitäten des Ortsvereins und der Freien Wähler Gemeinderäte, darunter auch eine Reihe Fortbildungen beim Bildungwerk der Freien Wähler. Helmut Köppl trug für die verhinderte Doris Schneider einen sehr erfreulichen Kassenbericht vor. Zu den aktuellen Gemeindethemen gab es ebenfalls viel interessante Information und Diskussion.

 

Demokratie gibt’s nicht zum Nulltarif“, brachte der an diesem Abend einstimmig gewählte neue Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Wurmer sowohl die Versammlung als auch sein persönliches Credo auf den Punkt. Das Engagement und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, seien bei den Freien Wählern sehr erwünscht. Wurmer lud alle zur Teilnahme an den regelmäßigen Stammtischen sowie den Gemeinderats-Sitzungen ein. Wurmer selbst ist seit 21 Jahren im Gemeinderat, darunter auch im Bauausschuss aktiv. Viel Engagement zeigt er ebenfalls in den örtlichen Vereinen, beispielsweise war er 12 Jahre erster Vorstand des Obst- und Gartenbauvereines Großmuß/Herrnwahlthann. „Das Wir gewinnt, nur das Team kann etwas bewegen“ ist seine Überzeugung. In diesem Sinne hoffe er weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

 

Zum Abschluss des Abends ging es noch einmal in die große weite Welt. FW-Bundestagskandidat Hermann Seidl-Schulz aus Bad Abbach war ebenfalls zu Gast und berichtete zu den Fluchtursachen in Somalia.

 

 

Von links nach rechts: Wolfgang Wurmer (1. Ortsvorsitzender), Brigitte Kempny-Graf (Schriftführerin), Erwin Ranftl (1. Bürgermeister), Margit Holzer (Beisitzerin) sowie Gäste Hubert Aiwanger und Hermann Seidl-Schulz.